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Rückblick und Abschied
Vier Jahre sind keine große Zeitspanne, in der sich im schulischen Leben sehr viel abspielen kann. So könnte wohl eine allgemeine Einschätzung ausfallen, aber schon der sechsjährige Aufenthalt in Istanbul hat mich in dieser Frage eines Besseren belehrt.
Auch hier an der IGH verging die Zeit wie im Flug. Dennoch gelang es, wichtige Maßnahmen in Angriff zu nehmen und auch zum Abschluss zu bringen. Das Sportförderkonzept z. B. wurde schon im ersten Jahr eingeführt und hat sich bisher prächtig entwickelt, sowohl was die Breite betrifft wie auch die Erfolge in Wettkämpfen. Besonders hervor zu heben ist dabei unsere Jungen-Fußballmannschaft, die in diesem Jahr unter die besten zehn Schulmannschaften Deutschlands vordringen konnte. Im Mädchenbereich richten wir schon überregionale Einladungsturniere aus, die Teilnahme daran ist heiß begehrt. Sogar Mannschaften aus anderen Bundesländern melden sich an. Dieses Engagement war für den Deutschen Fußballbund und die Stadt Heidelberg auch ein besonderer Grund, die IGH unter erheblichem finanziellem Aufwand mit einem so genannten Mini-Spielfeld auszustatten, auf dem unsere Schülerinnen und Schüler sich nach Herzenslust austoben können. Die anderen im Sportförderkonzept aufgenommenen Sportarten Basketball, Fechten, Schwimmen und Turnen sind ebenfalls sehr begehrt. Auch Sportarten wie Badminton, Rugby, Hockey, Tennis und Indiaka werden angeboten. Bei all diesen Sportangeboten ist auch die sehr gute Kooperation mit der TSG Rohrbach zu erwähnen.
Die erste große Herausforderung war die Umstellung des Gymnasiums auf G8. Schulentwicklung war die Großüberschrift über einen langen, anstrengenden Prozess, der die unterschiedlichsten Ebenen der Schule miteinander verknüpfen musste. Wegen des scheinbar aussichtslosen Bemühens um eine Lösung nenne ich diesen Prozess auch die „pädagogische Quadratur des Kreises", damit ist ein System von zwei Zuständen gemeint, deren notwendige Entwicklung sich eigentlich ausschließt. In Arbeitskreisen mit Fachkollegen und -kolleginnen wie dem AK-G8 oder dem AK-Mathematik wurde ein besonders wichtiger, immer noch andauernder Prozess der Schulentwicklung in Gang gebracht, in dem auch die Selbstevaluation in Arbeitsgruppen mit Lehrkräften und Eltern in kritischer Auseinandersetzung mit wichtigen Einzelthemen ihren Platz fand. Im gleichen Atemzug wurde die Erarbeitung eines neuen Ganztageskonzepts durchgeführt, das die neuen Bedingungen umsetzen und die Tauglichkeit des besonderen Konzepts überprüfen sollte. In diesem Zusammenhang war es sinnvoll, auch die Schulordnung zu überarbeiten und auf eine zeitgemäße Form zu bringen. In beiden Fällen ist die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor zu heben, die zeigte, wie erfolgreich gemeinsame Anstrengungen sein können.
Ein wichtiger Meilenstein für die IGH war die neue „Verordnung des Kultusministeriums für die Schulen besonderer Art", die nicht nur einen Bestandsschutz und eine Rechtssicherheit für unsere Schule brachte, sondern auch die Möglichkeit, Einflusszu nehmen auf die Gestaltung und Durchführung der geforderten Differenzierungsarten durch die Schule selbst. Ein besonderer Erfolg für die IGH war die Genehmigung einer Einführungsklasse 10+, die auf besonders fördernde Art Realschulabsolventen einen Einstieg in die gymnasiale Oberstufe, eine Art G9, ermöglichen wird.
Das aufwändigste, arbeitsintensivste und anstrengendste Projekt ist sicherlich die im Jähr 2007 begonnene Sanierung der IGH. Nicht nur vom Umfang, von der Dauer der Umsetzung wie auch von den Kosten her ein gigantisches Vorhaben. Gemeinsam mit dem Schulträger, manchmal aber auch in der Auseinandersetzung mit einzelnen Ämtern, wurde mit der Unterstützung des Gemeinderats eines der größten Hochbauprojekte der Stadt Heidelberg begonnen und bis heute zu einer Planungsreife gebracht, so dass die Hoffnung auf eine Umsetzung besteht, die in allen Belangen den notwendigen räumlichen Bedürfnissen der Schule gerecht wird, darüber hinaus aber auch erlaubt, moderne pädagogische und soziale wie architektonische Vorstellungen zu verwirklichen, so dass die IGH eine „Leuchtturmfunktion“ im Rahmen aller Schulsanierungen der Stadt Heidelberg erhält, wie es in einer Gemeinderatssitzung unter dem Eindruck einer Aufbruchstimmung zum Ausdruck gebracht wurde. Diese Entwicklung möchte ich als ein positives Zeichen für unsere Schule werten, sowohl für Ihre Bedeutung als besonderes pädagogisches Angebot innerhalb der Heidelberger Schulszene wie auch für ihre erfolgreiche Arbeit.
Alle von mir erwähnten Maßnahmen und Projekte hätten so nicht durchgeführt werden können und hätten auch nicht den Erfolg gezeigt, wenn sich nicht sehr viele Personen mit großem Engagement daran beteiligt hätten. Lehrkräfte, Schülerinnen, Schüler und Eltern aber auch die Verantwortlichen der Stadt haben große Anerkennung verdient.
Mit dem Dank an alle, besonders aber an meine engeren Mitarbeiter, möchte ich mich von der IGH verabschieden. Meinem Nachfolger wünsche ich viel Kraft, gute Nerven und eine glückliche Hand bei der Fortsetzung der Schulentwicklung und dem Abschluss einer geglückten Sanierung.
Peter Born Leiter der IGH
Maria Wetzel-Lang verabschiedet sich von der Orientierungsstufe
Vor nunmehr 30 Jahren habe ich mich zur Verfügung gestellt, ein Jahr lang an verschiedenen Schulen Heidelbergs als Krankheitsvertretung zu unterrichten, dafür durfte ich mir für meine weitere Tätigkeit eine Schule wünschen.
Mein Wunsch war die IGH und ich habe die Entscheidung keine Sekunde bereut. Die IGH kannte ich als Elternvertreterin - meine Tochter besuchte sie - und aus dieser Sicht fand ich die Schule so spannend und lebendig, da wollte ich auch als Lehrerin hin.
Spannend und lebendig ist die IGH bis heute für mich geblieben und ich kann es nicht glauben, dass ich mich jetzt verabschieden soll.
Nicht nur dem Schulgesetz nach ist die IGH etwas Besonderes: Besonders ist sie in vielen Bereichen. Ihre herausragendste Besonderheit ist ihre Vielfalt: die Vielfalt der Schüler, Eltern und Lehrer, die vielen unterschiedlichen ethnischen und sozialen Herkünfte, das breite Spektrum an Wünschen, Interessen, Fertigkeiten, Leistungs- und Entwicklungsmöglichkeiten und auch die Vielfalt der damit verbundenen Probleme. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, wer an der IGH auf Dauer erfolgreich und mit Engagement arbeiten will, muss diese Vielfalt als Chance und Herausforderung begreifen und annehmen können.
Das unterscheidet uns von allen anderen Schulen: Wir können die Schüler und Schülerinnen nicht aus Sicht einer Gymnasial-, einer Hauptschul- oder einer Realschullehrkraft sehen. Wir müssen alle Schularten gleichzeitig im Blickfeld haben und dürfen dabei nicht den Anspruch verlieren, den einzelnen Schüler, die einzelne Schülerin mit ihren individuellen Möglichkeiten wahrzunehmen, herauszufordern und zu fördern. Das macht die Arbeit hier so spannend, aber auch so schwierig.
Für mich war es ein großes Glück, eine Schule gefunden zu haben, an der es das gab, was mein Interesse und meinen Spaß am Lehrberuf ausmachte: Viele pädagogische Herausforderungen, lebendige, manchmal sehr spezielle Schüler und Schülerinnen, ein Kollegium, in dem ich immer gerne gearbeitet habe, mit dem man auch heftig streiten konnte. Darüber hinaus interessierte und engagierte Eltern und als Mitglied der Orientierungsstufenleitung eine Aufgabe, die Weiterentwicklung als Voraussetzung für den Bestand der Schule zum Schwerpunkt hatte. Ich bin froh darüber und auch stolz darauf, dass ich meinen Beitrag dazu leisten konnte.
Ich möchte mich heute bedanken bei den vielen unterschiedlichen Schülern und Schülerinnen, die ich eine Zeitlang begleiten durfte. Danken möchte ich auch deren Eltern, die in vielen konstruktiven Gesprächen mit mir versucht haben, gemeinsam den Kindern einen Rahmen zu geben, in dem sie sich entwickeln konnten. Bedanken möchte ich mich aber ganz besonders bei all meinen Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich mit viel Herzblut und großem Spaß an der Sache an der Weiterentwicklung der Schule gearbeitet habe, die mich aber auch mit kritischer Distanz immer wieder zum Innehalten und zur Überprüfung dieser Entwicklung gezwungen haben. Nicht vergessen möchte ich meinen Dank an die Kolleginnen und Kollegen, die nicht dem Lehrerstand angehören: die nimmermüden Mitarbeiterinnen in den beiden Sekretariaten, ohne die wir aufgeschmissen wären, an die Hausmeister, die so manches Möbelstück für mich stemmten und an die „Heinzelmännchen“, die mein Büro sauber gehalten haben. Last but not least geht ein dicker Dank an unsere Schulsozialarbeiter und -arbeiterinnen, mit denen ich gerne zusammengearbeitet habe und von denen ich viel profitiert und gelernt habe, da sie Schule nicht aus der Lehrerperspektive betrachten.
Schließen möchte ich mit einem Bild enden, mit dem mir ein Kollege zu Beginn meiner Laufbahn an der Schule die IGH beschrieben hat: Die IGH müsse man sich vorstellen wie einen großen, bunten, etwas unübersichtlichen Garten. Er bietet viel Reichtum an Farben, Düften, Anregungen und Möglichkeiten, macht aber auch viel Arbeit und neigt zum Verwildern. Es gibt Menschen, die schätzen dies, es gibt aber auch Menschen, die fühlen sich wohler in einem klar strukturierten, etwas kargen, aber übersichtlichen Vorgarten. Nach 30 Jahren IGH weiß ich: Ich gehöre eindeutig zu ersteren. In diesem Sinne wünsche ich der IGH, dass sie blühen, wachsen und gedeihen möge.
Maria Wetzel-Lang
Spanienaustausch mit Gran Canaria -der Beginn einer wunderbaren Freundschaft
Voller Spannung und bleichgesichtig erwarteten wir - die deutschen Gastgeber - am Montagabend, den 15. März, die Ankunft unserer spanischen Gäste aus Gran Canaria am Bahnhof in Heidelberg. Diese kamen gegen 19:00 Uhr gut gelaunt und vor allem braungebrannt an. Die überschwängliche Begrüßung sollte der Beginn für einen wunderbaren Aufenthalt sein, der von vielen Ausflügen und unvergesslichen Ereignissen geprägt war: Nach einem offiziellen Empfang in der Schule lernten die Schülerinnen den Schulalltag an der IGH kennen. Am nächsten Tag konnten unsere Canarios Heidelberg bei einer Stadtrallye auf eigene Faust erkunden und genossen nach atemraubenden 314 Stufen den ebensolchen Blick von der Schlossterrasse über die Heidelberger Altstadt. Eine süße Überraschung erwartete die Schülerinnen am nächsten Tag bei der Ritter-Sport-Schokoladenwerkstatt, wo sie ihre eigene Schokolade herstellen konnten und Grüße an Freunde und Verwandte auf ihre selbstgestalteten Verpackungen verfassten. Der anschließende Besuch der Landeshauptstadt Stuttgart durfte im Programm natürlich nicht fehlen. Zudem standen auch noch Ausflüge nach Mannheim und Speyer auf dem Programm.
Die Gran Canarios scheuten ihrerseits keine Mühe, ihren Aufenthalt unvergesslich zu machen und führten ausgewählte Szenen aus ihrem eingeübten Theaterstück „Die Zeitmaschine" von H. G. Wells vor. Es waren verschiedene Klassen der IGH anwesend. Diese waren von der Leistung der spanischsprachigen Jugendlichen, deren Muttersprache zum Großteil nicht deutsch ist, sehr beeindruckt.
Bevor die Austauschschüler nach zehn erlebnisreichen Tagen wieder in den Flieger gen Süden stiegen, trafen sich alle am Austausch Beteiligten zu einem gemeinsamen äußerst vergnüglichen Abschlussabend. Die Zeit verflog und Dank der tollen Gruppe und des guten Wetters, das die Gran Canarios dankenswerterweise mitgebracht hatten, kam der Abschied schneller als gedacht. Das Tröstende daran: Wir sehen uns bald wieder, denn im September steht der Gegenbesuch der IGH-Schülerlnnen in Gran Canaria an. In diesem Sinne: „Muchas gracias y hasta pronto!“
Alexandra Siebold
Sponsorenlauf 2010 - Die IGH in Bewegung für ihre Partnerschulen
Am 26.4. fand der 8. Internationale Projekttag der deutschen unesco-Schulen statt. Die IGH beschloss, an diesem Tag praktische Solidarität mit unseren Partnerschulen in Leon (Nicaragua) und Simferopol (Ukraine) zu zeigen und sich für sie in Bewegung zu setzen. Die Schüler/innen hatten im Vorfeld Sponso-renpässe erhalten, mit denen sie bei Verwandten, Freunden oder örtlichen Geschäftsleuten Sponsoren für ihre sportliche Leistung gewinnen sollten.
Am 26. April war es dann soweit. An insgesamt 5 Stationen, vom Laufen oder Skaten um die Schulgebäude, vom Trockenrudern und Schwimmen bis zum Mountainbike-Parcours konnten kleine wie große IGHIer ihr Können und ihre Kondition unter Beweis stellen. Es war ein schönes Gemeinschaftserlebnis: Supersportler liefen neben Couch Potatoes, der Religionslehrer neben dem Ethikschüler und alle hatten Spaß dabei. Manche Schüler/innen legten sich bis an den Rand der Erschöpfung ins Zeug, so lief eine Schülerin aus Jahrgangsstufe 12 fast 4 Stunden lang und legte dabei rund 40 km zurück.
Der Tag war von der Vorbereitungsgruppe sehr gut organisiert worden, das neu gebildete Schulsanitätsteam hatte zum Glück nur Blasen und kleine Sturzverletzungen zu versorgen und bestand seine erste Bewährungsprobe bei einer Großveranstaltung glänzend. Für das leibliche Wohl sorgte Küchenchef Bohl, der kostenlos 240 Liter Eistee sowie 60 kg Äpfel und 35 kg Bananen für die jungen Sportler bereitstellte.
Neben dem sportlichen und dem gesundheitlichen Gewinn ist auch der finanzielle Ertrag dieses in jeder Hinsicht bewegten Schultages nicht zu verachten: 16.439 € haben unsere Schülerinnen und Schüler durch ihre sportliche Anstrengung erwirtschaftet - nicht für sich selbst, sondern um die Kinder in Nicaragua und der Ukraine zu unterstützen, die ein dichtes Schuldach gegen den tropischen Regen, sauberes Trinkwasser, menschenwürdige Sanitäranlagen und vieles mehr brauchen. Wir sind stolz, dass wir alle zusammen als Friedens- und unesco-Schule dafür einen wichtigen Beitrag leisten konnten.
Werner Gebhard
Evaluation im Schuljahr 2009/10
Im Schuljahr 2009/10 wurden an der IGH folgende Themen aus dem Bereich der O-Stufe evaluiert: das Methodencurriculum, das eigenverantwortliche Lernen - EvA und die Schülerlaufbahnen. Das Thema ITG im Unterricht ist noch nicht abgeschlossen.
Evaluation bedeutet eine Art interner Rechenschaftsablegung mit dem Ziel die Qualität von Schule und Unterricht weiterzuentwickeln. An diesem Evaluationsprozess waren Lehrkräfte und auch Eltern in vielfältiger Weise beteiligt, z. B. als Mitglieder in den einzelnen Arbeitsgruppen. In bestimmten zeitlichen Abständen trafen sich die Mitglieder der Arbeitgruppen, um in gemeinsamen Steuergruppensitzungen ihre Ergebnisse auszutauschen und das weitere Vorgehen zu besprechen. Frau Fichtner-Siegel leitete die Steuergruppe und koordinierte den Evaluationsprozess.
So wurden Schüler/innen und Lehrer/innen mit Hilfe von Fragebögen über die im Unterricht verwendeten Methoden und über die EvA-Stunden befragt, um herauszufinden, ob z. B. die Schüler/innen mit den verschiedenen Methoden arbeiten können oder wie das „Eigenverantwortliche Lernen“ umgesetzt wird. Mit Hilfe schulinterner Daten wurde versucht die einzelnen Schülerlaufbahnen zu verfolgen.
Auf einer Gesamtlehrerkonferenz, auf der Schulkonferenz und auf einer Gesamtelternbeiratssitzung wurden Kollegium und Eltern über die Ergebnisse der Evaluation informiert. Der Evaluationsprozess geht im nächsten Schuljahr weiter, um die Schule kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Pia Fichtner-Siegel
Klasse 5.1 engagiert sich für Haiti
Wenige Tage nach der schweren Erdbebenkatastrophe in Haiti beschlossen wir, die Klasse 5.1, eine Spendenaktion. Nach einigen Überlegungen war klar, dass wir selbst etwas tun und nicht nur Geld einsammeln wollten. Deshalb backten wir am Dienstag, den 19. Januar eine Riesenmenge Waffeln, die in den 5. und 6. Klassen reißenden Absatz fand.
Zusammen mit Geldspenden von Schülern und Schülerinnen, Eltern, Kolleginnen und Kollegen der IGH kamen wir auf die stolze Summe von 200 Euro.
Wir freuen uns, dass wir so schnell und unkompliziert helfen konnten. Das Geld wurde auf das Konto der Hilfsaktion des Roten Kreuzes überwiesen.
Im Namen der Klasse 5.1
Maria Kopp, Bärbel Stetzler