 | | SchülerInnen vor der Schule |  | | Im Klassenzimmer |  | | Sportplatz an der Schule |
„Escuela-Francisco-Moreno“ hieß die Schule in der Nähe der Stadt León an der Pazifikküste des mittelamerikanischen Staates Nicaragua, zu der die Internationale Gesamtschule Heidelberg (IGH) Anfang der 90er Jahre die ersten Kontakte mit dem Ziel einer Partnerschaft knüpfte. Francisco Moreno war der Name einer der vielen Revolutionäre, die gegen die Somoza-Diktatur bis zu deren Sturz 1979 gekämpft hatten.
„IGH-León“ heißt die Partnerschule der IGH heute. Diesen Namen haben alle am Schulleben Beteiligten - LehrerInnen, Eltern, SchülerInnen - gewählt, als das Kultusministerium in der Hauptstadt Managua auf einer Namensänderung bestand. Denn in Phasen von Restauration und Reaktion erinnerte man sich nicht mehr gerne an die, die ihr Leben im Kampf für die Freiheit gelassen haben. Das Ansinnen des Ministeriums aber, der „Schule Francisco Moreno“ den Namen des katholischen Kardinals von Managua zu verordnen, dem Kollaboration mit eben diesem ehemaligen Diktator nachgesagt wird, wurde von den Betroffenen mit Empörung zurückgewiesen. Hartnäckig und erfolgreich präsentierten sie den neuen Namen. Wenn schon eine Änderung, dann: „IGH-León“.
Unsere Partnerschule hat sich seit den Anfängen stabil weiterentwickelt, trotz aller Schwierigkeiten, die die Kooperative auf Grund der veränderten politischen Rahmenbedingungen, der neoliberalen Wirtschafts- und Finanzpolitik und der schlechten Ernten hatte und hat. Es ist gelungen, eine Vorschule einzurichten, deren Lehrerin ganz von der IGH finanziert wird. Die Schule hat eine Abschlußklasse einrichten können, so dass jetzt die Klassen 1 - 6 in zwei Gruppen unterrichtet werden.
Ein kleiner wetterfester Sportplatz wurde angelegt, eine Rarität an Nicaraguas Schulen. Ein Brunnen wurde gebohrt und befestigt, um Wasser für die Schule und den Garten zur Verfügung zu haben, und das Schulgelände wurde in Eigenarbeit in einen ansehnlichen Zustand versetzt. Nach den Zerstörungen des Hurrikans „Mitch“ wurde durch Spenden der IGH ein Kleinkreditfonds zum Kauf von Schweinen eingerichtet. Inzwischen können so mehr als 20 Familien ihren Lebensunterhalt besser absichern.
All dies wäre ohne die aktive Unterstützung durch die Eltern, SchülerInnen und das Kollegium der IGH nicht möglich. Das dadurch geschaffene Vertrauen bei unseren Freunden in Nicaragua aber ist für die IGH eine bleibende Verpflichtung für die Zukunft. | | | Schuleigener Brunnen | Schulküche |
|